Warum selbst harmlose Bilder auch nicht besser als Pornos sind

Die meisten Pornosüchtigen werden mittlerweile eine Stufe erreicht haben in der nur noch wenig Steigerung möglich ist. Viele haben vielleicht mit einfachen Bildern angefangen. Einige mussten das sogar weil es noch kein Breitbandinternet gab und sich nicht jeder VHS oder DVDs ausleihen wollte. Aber heute ist das kein Thema und Videos sind genauso, wenn nicht besser verfügbar als Bilder.

Ein Schritt weg von der Pornosucht ist diese Reize zu reduzieren und eine Möglichkeit ist auf Bilder statt Videos zu setzen. Der Punkt ist der, dass ein einzelnes Video mehr Möglichkeiten bietet Dopamin auszuschütten als ein einzelnes Bild an dem man sich schneller satt gesehen hat. Mal ehrlich, an so einem Bild gibt es außer ein paar interessanter Details nicht viel zu entdecken während ein Video aus einer Handlung und hunderten Bildern pro Minute besteht.

Den Fehler den man jedoch nicht machen darf ist der, Bilder dennoch wie Filme zu betrachten, also etwa schnell durchzuklicken und dadurch einen Spannungsbogen aufzubauen. Nehmen wir mal als Beispiel eine Bilderserie mit einer bestimmten Handlung. Davon gibt es 200 Bilder und ich fange von vorne an. Wenn ich hier von Anfang bis Ende durchklicke findet bei jedem neuen Bild ein neuer Reiz statt. Das Gehirn fragt sich “was passiert wohl als nächstes” – diese Unsicherheit und Spannung liefert eine Menge Dopamin. Genau das was wir eigentlich verhindern wollen. Insofern sind Bilder nicht sehr viel besser als ein Film.

Wenn du den wichtigen Sprung von Pornovideos zu Masturbation ohne jegliches Pornomaterial schaffen möchtest ist es wichtig diesen “Dopaminrausch” abzustellen. Schritt für Schritt. Suche dir also ein einzelnes Bild heraus das für dich aufreizend genug ist um den Job zu erledigen. Im Idealfall etwas das der Phantasie noch Spielraum gibt, also etwa mit Kleidung. Ich weiß, hört sich wenig aufregend an aber darum geht es ja. Früher hatten ganze Generationen nicht mehr als Playboy Heftchen die doch sehr sparsam mit “Informationen” umgegangen sind. Du bist nur an die extremen Reize heutiger Pornos gewöhnt so dass dir das unrealistisch erscheint.

Einen Fehler den du mit Bildern ebenfalls vermeiden solltest ist einen Bezug zu einer bestimmten Person herzustellen. Seien wir mal ehrlich: Instagram ist mittlerweile sowas wie ein Softporno-Netzwerk wo manche Protagonisten sehr aufreizende Bilder zur Verfügung stellen. Es ist keine Lösung sich stattdessen dort umzusehen weil es eine Variante von Stalking ist. Stalking liefert ebenfalls das Dopamin das du dir auf diese Weise nicht besorgen solltest. Sicher würdest du dich nicht als Stalker bezeichnen wenn du bestimmte Profile abonnierst, aber du “verfolgst” damit den Status einzelner Personen mit denen du zumindest eine oberflächliche “Beziehung” hast.

Ich sage nicht, dass du diese Personen als Vorlage verwendest aber es ist definitiv ein weiterer Weg Dopamin auszuschütten und eine Vorstufe von Pornographie.

Bilder sind nicht die Lösung wenn du diese beiden Punkte nicht beachtest. Stelle sicher, dass du dich nicht in einen Klickrausch versetzt und möglichst viele Bilder/Reize in kurzer Zeit konsumierst. Und lass die Finger von anderen Netzwerken wie Instagram in der sich viele Personen halbwegs erotisch zur Schau stellen. Bitte bedenke: wir möchten den Dopaminrausch den Pornovideos liefern reduzieren und nicht Pornos oder Masturbation an sich. Das gelingt bei Bildern nur indem wir sie nicht als Ersatz für diesen Dopaminrausch verwenden – das bringt dich nämlich nicht weiter.